An den im Nürnberger Land durchgeführten „Hopfenwochen“ beteiligt sich auch Hersbruck, unter anderem mit einer Themenführung „Hopfen, Bier und Cittaslow“. Von zwei Stadtführern konnte die Gruppe viel Wissenswertes über diese Themen erfahren. Vor allem die lange Tradition des Bierbrauens, des Hopfenhandels und des Hopfen-Anbaus im „Hersbrucker Gebirge“ wurde uns nahe gebracht.
Hesbruck erhielt 1297 das Stadtrecht und 1382 das Bierbrau-Recht. In der Vergangenheit gab es bis zu 20 Hopfenhändler in Hersbruck und viele, viele Brauereien.
Auch über die „Cittaslow“ und das einmalige Hirtenmuseum konnte man viel erfahren.
Vor der Kulisse des Hersbrucker Schlosses und des „Schloßbräuhauses“ begann unsere Führung.
„Lebe Dein Leben beständig, denn Du bist länger tot als lebendig“
Dieser Leitspruch gehört zum Hersbrucker „HopfenTropf“. Nächste Station
war das Johannes Scharrer Haus. Er war der Sohn eines Bierbrauers in Hersbruck und gründete mit seinem Schwager das Handelshaus für Hopfen und war damit sehr erfolgreich.
Bekannt ist Johannes Scharrer auch als Initiator der ersten Eisenbahngesellschaft in Deutschland – seine „Adler“Lokomotive fuhr 1833 erstmals zwischen Nürnberg und Fürth.

Beim Stopp am Rathaus erfuhr die Gruppe Näheres über die Cittaslow.
Die Internationale Vereinigung der lebenswerten Städte („Citaslow“) entstand 1999 in Italien.
Hersbruck gehört seit 2001 zu dieser Gemeinschaft und hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein unter ökonomischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Aspekten lebenswerter Ort zu sein. Daraus entstand „Heimat auf dem Teller“ = regionale Spezialitäten
Der Spaziergang führte in die Prager Straße, die bereits im 10. Jahrhundert erbaut wurde und eine wichtige Handelsstraße nach Prag war. Zu sehen die Häuser mit ihren hohen Dachböden, in denen der Hopfen getrocknet wurde.
Die Braugasse beherbergte eine große Braurei.
Letzte Station war das bekannte Hirtenmuseum, das 1933 eröffnet wurde. Kleidung, Gerätschaften und kunsthandwerkliche Arbeiten von Hirten aus aller Welt geben Einblick in diesen alten. Beruf.
Die Gruppe konnte hier den uralten „Bierkeller“ mit seinen vielen Gewölben besichtigen.
Mit der Verkostung einiger Produkte von „Heimat auf’m Teller“ endete dieser interessante Ausflug.
Alles ist aus heimischem Anbau.
Vielen Dank an Martina Helmcke für die Organisation des Stadtrundgangs.












